Sustainability, new work and purpose – and then?

What will be the next big words after sustainability, new work and purpose? I bet it will be future-proof, discipline and trust. Some industries have always relied heavily on them. Nothing new, but they will have a renaissance:

What’s next? Future-Proof, Discipline and Trust

FUTURE-PROOF: due to the speed and uncertainty of developments, burning questions will arise. Companies will try tobase decisions more on strategic thoughts, new working models and generated insights than on tactics, politics and wishes.

People will ask „does that project/action/decision make sense in the long run?“ „Will it help paving the (technological/cultural) way to a bright future for mankind?“ „Can we optimize and modify it easily any time?“ While sustainability asks „will it make sense tomorrow?“, futureability asks „will it make tomorrow?“

DISCIPLINE: As a consequence of individualism and lack of values and education, people will crave for passion, performance, compliance, reliability.

People will ask „what value do I really contribute?“ „What can I do?“ „Where would it lead if everybody behaved like me?“ „Is that ok?“ „What job suits me so well that I can perform easily?“

TRUST: As a consequence of data overflow, intransparent algorithms and commercialisation of everything. People will ask what and whom they can trust.

People will make substantial efforts to find out „on whom and on what can I base decisions?“ „Is x true?“ „What does he really want from me?“ „How can I gather experiences instead of opinions?“

The Husky Sled – What is Your Leadership Behavior?

Leadership from behind doesn’t mean you can lean back.

The husky sled is a perfect metaphor for various leadership situations. One leader and her team. I use this example for discussions about useful leadership behavior (I avoid the term leadership style, because behaviour emphasizes your active role).

Cheering up the huskies: Some are standing on the sled cheering the huskies up ‚let’s go‘ ‚you can make it!‘ ‚only 20 miles to go’…

Being a huskie: Some are in the middle of the pack, trying to drag like a dog themselves ‚Hey buddies, I’m like you guys. I don’t mind getting my hands dirty‘

Freeloader: Some do not lead at all and let the huskies drag ‚Hey guys. Our big boss wants X. We’re a team right? Whatcha gonna do?‘

Loner huskie: Some want to acheive a goal no matter if the others are on board ‚Hey guys, do X everybody!!! Aaargh, let me do it myself, step aside!‘

There’s a couple more possible constellations. You can easily draw them all on a flip chart to discuss pros and cons. Everybody will get it immediately and you don’t have to talk about academical leadership styles.

And as a conclusion, you can teach them that in real life – in the snowy solitude of Canada, just you and your huskies – you can’t rely on your own favourite ’style‘ – you need all leadership behaviours if you want to survive the adventure and bring everybody home alive.

And if you fall into a crack and break your hips, even the freeloader might be an option for a while, in that case I hope you have created a great team to carry you.

50 Jahre Ideation – was hat sich verändert?

Manches klingt heute etwas komisch. Vieles ist aber heute auch noch genauso komisch. Schauen wir uns mal das Kapitel Ideation an…

50 Jahre alt und kein bisschen, doch, schon ein bisschen veraltet. Allein, dass in der „Checkliste für Besprechungen“ das Fräulein Sekretärin bitte an Zigarren und an Blumen für Honoratioren denken solle – heute sagt man doch Office Manager/In 🙂

Hmm, Sitzung sagt man nach 50 Jahren heute nicht mehr. Ansonsten hat sich nicht viel verändert. Man würde dies alles nur nicht als Text, sondern in bunten Bildern erklären.

Spannend das Kapitel Ideenfindung. Da musste ich mich doch gleich mal draufstürzen!

Oho, Varianten, die mir heute seltenst begegnen. Weder in Trainings für Moderatoren / Scrum Master noch in Design Thinking Workshops oder in Veröffentlichungen über Changebegleitung etc.
Aha, 7 und 9 haben bis heute überlebt, trifft man öfters an.
11 wäre ja mal was. Leider erfordert das von den Teilnehmern Disziplin und Durchhaltevermögen. Sowas ist inzwischen ziemlich out. Gerade deswegen werde ich das mal anregen 😉
13 hat bei uns mal eine Firma versucht, es blieb dermaßen an der Oberfläche und dermaßen un-transferiert, das es ein Jammer war. (Learning: nicht auf heterogene Gruppen in einem konfusen Teamworkshop anwenden, sondern in einem dezidierten Designprozess)ür. F 14 und 15 hat kaum jemand Zeit heutzutage, immer schnell schnell Outcomes hinrotzen. Nicht mit mir, Freunde.
Synektik? Force Fit? Nie gehört, aber Konfrontation gefällt mir, hier arbeite ich mich mal tiefer rein. Konfrontation wird ja leider von manchen schon als Gewalt gewertet – dabei ist nichts so schmerzhaft wie Stillstand.
Ja hmm, 19 macht Sinn, wenn es nicht um die Wurst geht. Sobald die Stimmung brodelt, nehme ich Abstand von Spielchen. Könnte es ja mal probieren. 20 gut, Systeme ganzheitlich sehen, klingt sinnig, da oft die Lösung nicht auf dem Silbertablett liegt, sondern direkt daneben.
21 wird im Alltag viel zu häufig gemacht – man nennt das Buzzwords droppen und dann hektisch versuchen zu liefern 😉 als Methode aber nett. 22 der ist was für Steve Ballmer „Who needs a telephone without a proper keyboard? Hahaha“ 24 ist super, weil ich das auch mache. So läuft es doch. Nee, echt, ist super.
25 funktioniert auch rückwärts: alle Ressourcen (oder Features), die eine Organisation (oder ein Produkt) hat, werden ihrem Wertbeitrag (oder ihrem Ergebnisbeitrag) gegenüber gestellt, dann wird neu priorisiert und Maßnahmen abgeleitet. 28 ist gut auch in direkten Gesprächen
29 Prozess heißt das inzwischen statt Ablauf, und selbst der Begriff ist inzwischen out 🙁 30 endet oft in philosophischen Quartetten, mit brillanten Leuten also super. 31 ja so strukturiert kann man rangehen, öööde würden Teilnehmer sagen, sie haben Unrecht. 32 Ishikawa? Sowas ähnliches zumindest. Auch top.
Alles noch ziemlich aktuell. Nach 50 Jahren! Geändert hat sich inzwischen vor allemhier und da das Wording, die Darstellung ist heute visueller und Bestandteile zur Interaktion, Inspiration, Kundeneinbindung und des frühen Ausprobierens sind wichtiger geworden. Ansonsten wow

Gentrifizierung in der Guten Stube

Der Autor liebt Kinder

Als interessante Nebendiskussion zum Thema Gentrifizierung in Großstädten hatte ich neulich mit anderen Eltern das Gesprächsthema Revierverhältnisse zuhause im Laufe der Generationen. Gentrifizierung ist wenn Bevölkerungsgruppen einander hinterherziehen und dabei ganze Stadtviertel umwälzen. Meist von schäbig über hip hin zu unbezahlbar, sodass die Urbewohner wegziehen müssen. Diese Artikel nimmt das freilich nicht so genau.

Bis in die 70er: Die Gute Stube ist abgeschlossen, nur für Gäste am Sonntag. Das Fernsehzimmer wird streng regiert von Oma. Kinder raus, bis es dunkel wird. Buntes Treiben auf dem Hof, auf der Straße und Kinder laufen vom Stall zum Garten zum Wald zum Nachbarn und zurück. Eigene Kinderzimmer sind nicht so verbreitet.

Bis in die 2000er: die Gute Stube gibt es nicht mehr. Sie wurde mit dem Fernsehzimmer zum großen Wohnzimmer für alle zusammengefasst. Abgeschlossen ist kein Raum mehr. Kinder erobern langsam das Haus. Wenn es zu bunt wird, müssen sie doch raus – in ihr inzwischen vorhandenes Kinderzimmer bzw. in den neu erfundenen Tobekeller. Tabu ist höchstens der Werkraum.

Heute: die gute Stube ist nur noch eine vage Erinnerung. Die lieben Racker haben das Haus gänzlich für sich erobert. Im Wohnzimmer, Wohnküche, Klo, Flur, Schlafzimmer, überall Spielzeug. Auch im Garten, Carport, Terrasse, Keller, … die Kinderchen mögen teilweise gar nicht mehr alleine spielen, oder miteinander, sondern wünschen zusätzlich zum Haus auch die ungeteilte Aufmerksamkeit der Erwachsenen. Ich meine nicht Kleinkinder unter 4 Jahren. Mit denen spielt man natürlich viel. Ich meine 5, 8, 10 Jährige, die Fernseher, Küche, Sofa und Erwachsene als ihre Entertainmentumgebung brauchen, sonst ist alles laaangweilig. Erwachsene können kaum noch Gespräche führen, nach 10 Sekunden kommt die Unterbrechung. Eltern die reden wollen, treffen sich nachts oder müssen nach draußen.

These: Was jetzt also aufgrund der „Vertreibung“ durch unseren Nachwuchs zunehmend wieder entstehen wird, sind „Gute Stuben 2.0“: Schlagzeugzimmer, Nähraum, Kraftraum, Yogastudio, Werkraum – abgeschlossen, kein Spielzeug, meins! Und so dreht sich das Gentrifizierungsrad einmal rum.

(Wir wollen natürlich noch ein drittes Kind, nicht missverstehen, das hier ist nur eine Herleitung der These Gute Stube 2.0)

If your team fights a lot, maybe they need more work

Look what I do all day / the others are the idiots!

Some will hate me for this one…

Recently I’ve had a couple of whines with 2 friends. One senior developer and one laboratory head. Both have observed the connection between quality/errors and team workload for several years now. Their findings?

1. If your team is too busy, quality goes down and so does morale and mood

2. If your team is bored, quality goes down and so does morale and mood even more

So, if your team under full throttle but still fighting all the time and produces a lot of errors, you might want to try to increase workload significantly – and everything might be fine.

This fits well with my own experience from hundreds of workshops with dozens of very different customers. Of course there is tension in teams with high workload as well. But to me it seems that teams with under 80% workload suffer even more.

As another friend, a n industrial sales director, puts it: ‚if people have no workload they have time for whale songs‘. I am not propagating exploitation here, but a sound degree of utilisation, 90% is what I like best myself.

For further reading I recommend studying topics like service level management workflow management including their downsides and if you like you can dive into queueing theory to draw some conclusions for the whole system you are working in.

But on a team level I suggest you working on trust. Without trust you will never have the negations you need to manage (increase decrease, allocate) workload together.

Warum ich als Chaot und Freigeist trotzdem ein Fan von Compliance bin und Du es auch sein solltest!

Einzeller: Können zwar machen, worauf sie Lust haben, werden so aber auch nie ein T-Rex.

Ich habe ein paar mal erlebt, dass Mitarbeiter kleiner Unternehmen (Beratungen, Agenturen, Startups) sich amüsiert haben über Regelwerke großer Unternehmen und Behörden: „bei uns ist das nicht so kompliziert, total verkrustet…“. Hier und da trafen sie auf das offene Ohr frustrierter Mitarbeiter und schon entstand die „Allianz der ganz Schlauen“ – mit im Wesentlichen drei Kern-Irrtümern:

1. Viel zu viele Regeln!
2. Vertraut doch mal den Menschen!
2. Die Wahrheit sieht doch eh anders aus!

Ich als nun wirklich nicht sonderlich angepasster Typ, möchte da mal gegen reden:

1. Da sind gar nicht zu viele Regeln: Die meisten Regeln kriegt man im Alltag gar nicht zu spüren. Immer wenn ich nach konkreten Beispielen frage, kommen nur Einzelfälle. Die Energie die ins Aufregen gesteckt wird, übersteigt die für das einhalten der Regeln.

2. Es geht nicht um Misstrauen: Deutschland ist auch hoch reguliert, das nervt zwar hier und da, aber in weniger regulierte Länder wandern deswegen kaum Leute aus. Warum? Weil es gar nicht so schlecht ist hier. Regeln sind kein Ausdruck von Misstrauen, sondern sie sollen etwas regeln. Und darauf, dass es ziemlich geregelt läuft in Deutschland, vertrauen wiederum sehr viele Menschen in der Welt. Ignoriert wird,  wie es um das Vertauen allgemein stünde, sobald wir aufhören, unsere Gesellschaft zu regeln.

3. Realität eh anders: Kriminalität existiert, lasst uns die Gesetze abschaffen. Absurd oder?

Wer machen möchte was er will, kann dies nicht in einem großen Verbund von Menschen tun. Er muss dann auf sich gestellt Bakterie bleiben, während andere sich gemeinsam zum T-Rex weiterentwickeln. Ja, kleine Einheiten können deutlich unregulierter arbeiten. Aber sie sterben auch millionenfach häufiger als große Organisationen.

Bei kleinsten Einheiten geht es oft darum: einer von Millionen wird schon überleben. Bei den ganz Großen geht es aber darum: WIR wollen weiterleben.

Bist du also ein Externer, denk mal drüber nach: Mehrwert generierst du, wenn du deinen Kunden Wege aufzeigst, was sie denn nun tun können. Stimm hingegen bloß nicht in fraternalisierendes Gejammere ein.

Wo ich mitgehe, ist:

– vermittle Regeln und deren Gründe excellent

– designe Prozesse so, dass es leicht fällt, Regeln einzuhalten, und schwer fällt, überhaupt was falsch zu machen

– lass kluge Leute das Portfolio von Regeln weiterentwickeln und konsistent gestalten

Why goals should not only be SMART but SMARTER

Your goals should be emotional and relevant to you

Goals should be SMART, everybody knows this formula

S specific

M measurable

A achievable

R reasonable

T time bound

Sometimes you find a bunch of variants of this formula:

S significant, stretachable, simple

M meaningful, motivating, manageable

A attractive, attainable, activating, assignable, appropriate, accepted, agreed, actionable, ambitious, aligned, aspirational, attainable, as if now (expressed in present time)

R relevant, realistic, resourced, resonant

T tangible, trackable, …

I suggest a SMARTER formula:

M measurable (like in classical definition)

S specific (like in classical definition)

A adding value (!)

R relevant (serving a higher purpose)

T tracked (continuously)

E exiting (for me and my boss)

R reviewed (continuously)

A simple design for a good workshop

Moderators, team leads, scrum masters – no matter what you are, if you moderate a workshop, please don’t do it like this:

Typical design for bad workshops

I have attended to a couple of workshops that started with goals but in the end the results were not achieved goals but utter chaos and a lot of new todos.

Workshops should facilitate a team to work on something. They are not meant to create random new homework. Keep in mind that while certain managers define a good workshop as „a lot of todos are created and assigned to people to do them by a certain day (who does what by when)“, many team members would like to see a workshop where decisions are made problems are solved and work gets better instead of bigger.

A simple way to keep them working towards a goal and focus their energy is this:

By making methods and desired key results transparent from the beginning, you avoid confusion and focus energy

Just hang the templates on the wall for everybody to see right from the beginning. And hang a blank template for the desired outcome next to it: „Guys, this is what we will fill out at the end of the workshop. This will be your result“. Then discuss if the results template really is what they need. And if the methods you brought, really work.

This is no rocket science. But thousands of people per day, sitting in meetings and workshops would be very happy if their moderator followed that simple design.

Organisations that are #TooFatForWorkout

My sport coach said: if you want to see unnecessary fat, jump infront of a mirror and observe what’s wiggling.

This guy is innocent. He needs his fat (sorry Mr. Walrus for using your pic)

Many customers ask for a „team workshop“. And when I ask what the status quo of their team is, I am surprised. They don’t have a vision, no mission, they haven’t even talked about business value, metrics, roles, way of working, necessary skills, culture, values… they don’t know their customers (!)… They just ‚work‘. And I wouldn’t even call them a team. How is that possible?

If you’re a consultant/facilitator, and your customer doesn’t know what his role in the org is – they are what I call ‚the fat of the company‘.

Lacking vision and mission, they

  • start doing silly stuff to play busy
  • start wars for territory
  • start redundant projects
  • increase complexity for all
  • bother others with ‚analysises of needs‘
  • waste resources needed elsewhere
  • are frustrated and poison everyone’s morale…

Too many teams like that make organisations #TooFatForWorkout. No power for improvement anymore.

This is not against the people involved! But when an organisation is too fat for workout, you need more than a team workshop. E.g. surgery.

So, work out while you still can, everybody. Don’t fear the sweat, fear the wiggle moment.