Serie Denkfehler #7: Frequenz-Illusion

„Was ersteinmal Deine Aufmerksamkeit erregt, das siehst du plötzlich überall“

Wir neigen dazu, Dinge plötzlich überall zu sehen, weil jemand uns darauf aufmerksam gemacht hat. Unsere Aufmerksamkeit ist geweckt für etwas, was wir bis dahin als irrelevant ignoriert haben. So funktioniert ja auch Werbung. So funktioniert aber auch alles andere – Politische Diskurse, Beziehungen, Business. Lass Dich davon nicht fehlleiten.

Vorzeichen – die sehen manchmal auch sich selbst erfüllende Propheten 🙂
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Wann #Purpose die #Transformation behindern kann:

Der Purpose führt ein Doppelleben. Eine Version ist nah an der klassischen MISSION. Laut z.B. Roland Berger führt Purpose zu überdurchschnittlichem #Wachstum. Außerdem laufen die GEN-Yler sonst weg. Durch seinen Purpose soll das Unternehmen den Mitarbeitern erleichtern, sich mehr mit der Firma zu identifizieren als über schnödes Gehalt. Die Mission soll Drive verleihen, Engagement entlocken, so dass die Belegschaft auch anstrengende Wege, in die Zukunft mit geht. So dass man Transformationen, bei denen es Richtung braucht, übersteht, mit allen Durststrecken des Change Wahnsinns, des Ausprobierens und Scheiterns, sowie der teils schmerzlichen Veränderungen. MISSION als MITTEL der Transformation.

Die andere Version ist eher bottom up und stellt die Frage nach dem SINN des Ganzen für die Menschheit. Z.B. OpenSAP packt Purpose in den Kontext von #NewWork. Daher der Spruch: The Purpose of Business is Purpose – im Gegensatz zur älteren Version The Purpose of Business is Business. Weg vom kalten Geldverdienen. Hin zur ökofriedlichen Koexistenz. Wenn man New Work in Bergmanns Sinne auslegt (und nicht in einer Schischiversion wie viele andere), dann ging es darum, den Menschen das arbeiten zu lassen, was er „wirklich wirklich will“. Raus aus der Knechtschaft der kapitalistischen Lohnarbeit. Hin zu Selbstbestimmtheit und Da hin wollte der Fritjof. SINN als ZIEL einer Transformation.

Hast Du Deinen Purpose oder forderst Du einen von Deiner Firma? Beides wäre ok. Aber nicht dasselbe. Und beides hat Konsequenzen.
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Was ich gegen Stress tue

In einem schönen kleinen Artikel beschreibt Spektrum der Wissenschaft, wie Atmung und Blickwinkel den Stresspegel direkt senken können. Ich liebe diese beiden kleinen Methoden und wende sie oft an, auch unbewusst. Die beiden Methoden und was ich sonst noch gegen Stress unternehme (außer Sport, ein Bad nehmen und Meditation oder ähnliche bekannte Dinge), möchte ich hier teilen.

1. Stresspegel senken durch weitere Perspektive: dafür weitet man den eigenen Blick auf „16:9“ Panoramaperspektive. Zum Beispiel, indem man auf den Horizont schaut. Das dimmt den Stressmodus im Gehirn direkt herunter. Wird Optischer Fluss genannt. Mehr dazu im Artikel.

2. Atmungsseitig empfiehlt die Wissenschaft sogenannte physiologische Seufzer auszustoßen. Das sind Seufzer, bei denen man doppelt ein- und dann kräftig ausatmet. Hierdurch werden das Herz und das Gehirn beruhigt. Hat was mit CO2 zu tun. Mehr dazu im Artikel.

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#Nanomanagement: Was würde Elon Musk tun?

Auch ich habe ein Recht, an der Mythenbildung um Elon Musk mitzuwirken. Daher heute mein Beitrag über einen Beitrag des Manager Magazins, der zusammenfasst, was andere über Musk behauptet haben. Wird richtig spannend, versprochen! Es geht um Normalos vs. Genies und Nanomanagement vs. Micromanagement. Außerdem erfinde ich wieder neue Wörter und belege rein gar nichts mit irgendwelchen Studien. Have fun!

Ich habe einen MM Artikel gelesen, inwiefern Musk für einen großteil der Innovationen und der Effizienz-Ideen selbst verantwortlich sei. Um seine unendlichen brillanten Einfälle ins System zu kippen, reise er unermüdlch, arbeite er unermüdlich, fordere er das Maximum von seinen Mitstreitern. Vor allem fordere er, dass alle ihm in seinem Tempo folgen (können). Er betreibe kein Micro Management, so MM, sondern geradezu Nanomanagement. Damit widerspreche er allen gängigen Forderungen für gute Führung. Sein Prinzip (angeblich): „Breche jedes Problem bis auf das Naturgesetz herunter, dass dem Problem zugrunde liegt. Dann findest Du die optimalen Antworten.“ Wenn zum Beispiel Experten sagen „das geht nicht“, dann findet er zuerst heraus, warum soll das nicht gehen? Und wenn es im Rahmen der Naturgesetze möglich ist, muss es machbar sein. Punkt. Alles andere ist Angst, Geschwätz oder Faulheit. Und dann müssen eben andere Leute ran. Spannende These, oder?

Vorab gesagt – wenn uns Normalos mal wieder jemand ein Buch verkaufen möchte mit der Botschaft „Was würde Elon Musk tun?“, dann denke sofort diesen Satz: „Auf jeden Fall nicht dieses Buch kaufen“.

Die Idioten führe ich nicht mit auf, sie sollen in Vergessenheit geraten. Außerdem entbehrt diese Grafik jeder wissenschaftlichen Grundlage. Gern in der ganzen Welt verteilen!
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10 Dinge, die gestresste Führungskräfte jetzt aufhören sollten *

Manches ist wirklich wichtig. Alles andere: sein lassen.

Kürzlich bezog ich mich auf einen großartigen TED-Vortrag über Strategic Quitting (https://youtu.be/QLuqXctU_IQ) und vielen gefiel es. Hier ist ein Artikel über „Practical Quitting“ 😉

Lasst uns doch die aktuelle Krise als Chance nutzen. Lasst uns Dinge loswerden, die nicht helfen, die Zeit verschwenden und die zu viel Aufmerksamkeit fressen. Nicht nur strategisch, auf hohem Level, auch im Detail. Um Luft zu schaffen für Dinge, die wirklich wichtig und / oder dringend sind.

A-D wird oft thematisiert, aber was ist mit E?
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Wie produziert man Führungskräfte?

Eine erfolgreiche Führungspersönlichkeit kann vor allem eines: weitere Führungskräfte produzieren. Heute trage ich zusammen, was die aktuelle Forschung dazu sagt und was du tun kannst, wenn die Lage bei dir bereits verfahren ist.

90% werden sagen: ist doch banal! 10% werden es im Alltag wirklich hinbekommen. So ist es doch mit den meisten einfach richtigen Dingen.

Wenn du eine Führungskraft bist und dein Team ist ein ganz netter Haufen, aber es gibt darunter keine Leader, dann wirst du schnell sehr allein sein:

  • Du wirst viele Entscheidungen selber treffen müssen (Chef, was soll ich tun?)
  • du wirst den Respekt vor deinem Team verlieren (Sind denn alle außer mir unfähig, feige oder faul?)
  • du wirst komplizierte Regelwerke aufstellen (Wir brauchen Leitplanken)
  • du wirst das Gefühl haben, alle Brände selbst löschen zu müssen (Immer wenn’s hart wird, schauen alle auf mich)
  • du wirst mit einem Team von Sachbearbeitern vielleicht eine Menge Sachen bearbeitet bekommen, aber nichts verändern können (Um effizienter zu sein, bräuchten wir das neue System. Um das einzuführen, müssten wir wochenlang die Arbeit pausieren, aber das geht doch nicht! Wir sind verloren!)

Und nun?

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Serie Denkfehler im Job #6 Cue-Dependent Forgetting / Memory

„Erinnern geht nicht immer per Knopfdruck“

Such mal den Knopf am Kopf, der Suchergebnisse für Erinnerungen auslöst.

Die meisten werden wissen, dass unser Gehirn sich vor allem dann gerne Dinge merkt, wenn die Erinnerung an etwas Auffälliges oder an den Kontext geknüpft werden kann, in dem gelernt wurde. 1975 sollten zwei Gruppen 36 zufällige Begriffe auswendig lernen. Die einen lernten unter Wasser, die anderen an Land. Dann wurde geprüft, wie viel sie erinnern konnten – jeweils Unterwasser oder an Land. Unter Wasser konnte die Gruppe mehr Begriffe erinnern, die auch unter Wasser gelernt hatte (38% Erinnerung vs. 21%). Für die Landratten galt dasselbe (32% vs. 21%). Heute geht’s darum, was das für uns im Kontext Führung, Schulung, Strategie und Kulturwandel heißen kann.

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