Moderierende Führung: Moderations-Methoden sind nur Hilfestellungen. Es geht eigentlich auch ohne!

Nach einigen Jahren als Moderator fiel mir auf (ja, ich habe eine lange Leitung), dass Workshop-Methoden in der Regel alle dasselbe tun:

  • Aktivieren
  • Fokussieren
  • Sortieren

Egal, ob eine SWOT, ein Value Proposition Canvas oder die 4L-Retro: Es geht immer darum, die Teilnehmer

  • zum Mitmachen einzuladen
  • sie auf bestimmte Fragestellungen hinzulenken
  • die aufkommenden Inputs zu ordnen

Nun plädiere ich ja bekannterweise für eine stark moderierende Führung. Ich halte es für sehr nützlich, wenn Du als FK auch im Führungsalltag permanent aktivierst, fokussierst und ordnest.

Doch in den letzten Jahren beobachte ich eine wahre Methodenflut. Diese kommt unter anderem aus dem Systemischen Umfeld, aus der Agilen Welt, aus der New Work Ecke und auch von den Service Designern und von vielen anderen. Teils erfinden wir Moderatoren (oder neudeutsch Facilitatoren, „Strategic Designer“, oder „Irgendwas-Master“) auch einfach neue Methoden, weil uns die alten langweilig erscheinen. Das kann manchen überfordern. Wofür welche Methode?

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Moderatoren haben ausgedient – eine Polemik eines leidenschaftlichen Moderators

Einer muss es mal sagen: Wozu braucht es noch Moderation, wenn Teams zunehmend selbstorganisiert und toolgestützt kollaborieren?

Ich werde hier jetzt in 5 Punkten darlegen, warum mein Job überflüssig wird. Schuld sind jedenfalls einige starke technologische und arbeitsmethodische Trends. Dies tut mir selbst in der Seele weh, da Moderation mein Traumjob ist. Gleichzeitig freue ich mich aber auch darauf, dass die Arbeitswelt ein nächstes Level an Selbstorganisation erreichen wird und ich kräftig daran mitwirken konnte. Vielleicht liege ich ja falsch? Feedback erwünscht!

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Warum das Homeoffice für mich als Moderator ein Glücksfall ist

Ich kann mir vorstellen, dass einige Trainer, Moderatoren und Berater nicht begeistert vom Homeoffice sind. Entweder weil ihr Job auf Präsenz angewiesen ist, oder weil sie es bevorzugen, direkten Menschenkontakt zu haben. Für mich als Changebegleiter ist das Homeoffice ein Glücksfall, denn dadurch wird genau das vorangetrieben, was ich ohnehin bei meinem Klinetel zu verankern versuche: offenes, pragmatisches, digital gestütztes, transparentes, zielorientiertes, reibungsloses Arbeiten in interdisziplinären Teams!

For some it is the end. For some it is the beginning.

Ich habe im folgenden ein paar Gründe zusammengetragen, warum für mich der große Lockdown ein pures Geschenk ist und wieso die Krise für manche Veränderungen extrem hilfreich ist.

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The right to remain silent

You have right to remain silent! Everything you say can and will be used to stretch the workshop endlessly…

As a facilitator or leader you should get the best out of everybody and invite everyone to participate. Ok. But experience teaches us to invest where it pays off most. Sometimes that is a few dedicated and smart people instead of ‚everyone‘.

Many workshop methods are designed to open the mouth of everybody in the room until e v e r y t h i n g has been said – by e v e r y b o d y.

The ‚let’s all ask each other syndrome‘ results in:

  • too many people invited to the workshop
  • precious sticky notes wasted
  • endless feedback rounds noone likes
  • a discussion that didn’t get under the surface

There is this story that a large number of people produces better estimation results than the best individuals. That is why, some say, we should utilize #swarmintelligence and enable #participation.

But can the problem that your workshop has to address really be approached by ideas, opinions and guessing?

In my workshops I encourage people to decide: ‚Hey, if you don’t have anything to say right now, it’s ok. You don’t have to contribute if you have no clue how. Thanks for saving everybody’s time!‘

Any moderator or leader should know when the moment has come and silence is the best way someone from the team can contribute at the moment.

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