Was das Henne-Ei Problem mit Change zu tun hat

Das Henne-Ei Problem ist die klassische Frage ob A oder B zuerst da war. Ich stoße sehr häufig auf die Frage: wie soll A möglich werden ohne B – aber B bräuchte eigentlich A.

Nach Konflikten: wer entschuldigt sich zuerst?

In Projekten: Schnell erste Erfolge vorweisen, um weitermachen zu dürfen, oder wichtige zukunftsweisende Pflöcke einschlagen, die „da oben“ jetzt aber noch keiner versteht?

In Hierarchien: Manager möchten mehr delegieren, aber so richtig exzellent sind die Ergebnisse von unten nicht – Experten möchten dass das Mikromanagement aufhört, sichern sich aber weiterhin bei jedem Detail ab.

Hier resignieren manche. Das Henne-Ei Problem killt die Veränderung, alle legen sich wieder hin.

Hier drei mögliche Antworten, die zeigen, was es braucht: jemanden, der den Henne-Ei Knoten mutig durchschlägt:

  1. Biologische Perspektive: Dinosaurierdamen hießen nicht „Hennen“, sie hatten aber schon Eier. Also gab es zuerst Eier, basta.
  2. Logik: alle Organismen entstehen aus ersten Zellen, die allererste Zelle ist im Prinzip ein Ei. Eine Henne IST am Anfang ein Ei. Also: zuerst Eier.
  3. Pragmatik: wir brauchen sowieso beides. Also lasst uns beides gleichzeitig machen, Hennen und Eier. Wenn Du jetzt noch eine Prioritätenliste brauchst: zuerst Eier.

Jede der drei Herangehensweisen kannst Du auf den Businessalltag übertragen.

  1. Beende ewiges Debattieren über Definitionen
  2. Beende Debatten über Probleme, die nicht existieren
  3. Beende Debatten über Reihenfolgen, wenn die Reihenfolge nicht kriegsentscheidend ist

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