Kippunkte sind der falsche Ansatz

In der Politik beäugen Journalisten Kippunkte, die Demokratien in Diktaturen kippen lassen. Die Klimadebatte macht Angst vor diversen Points of no Return. Die Wirtschaft kippt, die Rente kippt, die Ostsee kippt, die Stimmung kippt. In den meisten Fällen ist Unumkehrbarkeit aber eine Illusion. Ein lähmendes Schreckgespenst.   Wer drohende Kippunkte verhindern will, muss meist vor allem erstmal zu anderen Mitteln greifen. Hier Ideen.

Lauter oder leiser protestieren, oder mal ne Weile gar nicht. Auch plötzliche Stille kann aufrütteln

Andere Verbündete und Tools finden, vielleicht sind deine bisher zu schwach oder gar kontraproduktiv?

Andere Gegner finden, warum nicht gleich auf den Endboss stürzen?

Seinen eigenen Lebensstil oder den der Liebsten drastisch umstellen. Wer GAR kein Teil des Problems ist, ist wahrscheinlich auch kein Teil der Lösung und somit irrelevant

Das Alte gegen die Wand fahren lassen und was Neues machen. Was Neues macht man aber nicht nach Blueprint (auch personell)

Sachlich gemeinsam mit seinen größten Kritikern die Mechanik und Datenlage des Problems nach Veränderungshebeln erforschen. Hab doch mal Bock, zu challengen ob du richtig liegst

Die vermeintliche Katastrophe umarmen umd sich proaktiv auf die neue Realität einstellen. Niemand verpflichtet dich, die Zukunft doof zu finden

Viel viel viel mehr anstrengen als bisher. Kein Kommentar

Bei anderen abgucken. Es gibt Milliarden Schicksale und Heldengeschichten, nicht nur deine

Unrealistisch und unnütz gewordene Ziele einkassieren. Und durch nützliche Ziele ersetzen

Sich opfern, damit anderen die anderen eine gute Zukunft haben (ja, auch das gibt’s noch, selbst in unserer verweichlichten, individualisierten und  egoistischen Gesellschaft)

Alles ist besser, als kreischend auf den drohenden Punkt ohne Widerkehr zu zeigen. Das ist nichts anderes als die hysterische Variante vom Reh im Scheinwerferlicht. Ich hoffe, dich zu einem klaren Entschluss, einer enormen Anstrengung oder einem brillanten Move inspiriert zu haben.

PS lege einen „Komfortzonen-Fastenmonat“ ein, in dem du alle Leute meidest, die dir sagen, du machst im Wesentlichen alles schon ganz gut, du seist auf einem guten Weg, irgendwas bringe eh nichts oder die dich mit Wohlfühlthemen ablenken wollen.

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